| 1665 fanden Jerônimo de Camargo und seine Expedition einen Hügel in der Nähe eines Flusses namens Tubaia (später Atibaia-Fluss genannt). Jerônimo de Camargo war ein Entdecker von Bandeirante. Ihr Hauptziel war es, im Landesinneren Brasiliens nach reichen Bodenschätzen wie Gold, Silber und Smaragden im heutigen Bundesstaat Minas Gerais zu suchen.
Camargo ließ seine Männer am Fluss Tubaia eine Kapelle errichten, die auch „Tropeiros“ – berittenen Entdeckern des Inneren des Landes – als Unterschlupf diente. Das Gebiet war bereits von Mateus Nunes da Siqueira besetzt, einem Priester, der Kontakt zum Stamm der Guarulhos aufnahm.
Im Juni 1665 wurde eine Farm gegründet und Pater Mateus baute mit Hilfe versklavter Eingeborener ein Dorf. Das Dorf hieß Atibaia.
Atibaia war damals eine sehr wichtige Siedlung, da sie Teil der Route nach Minas Gerais war. São Paulo, damals wahrscheinlich die zweitwichtigste Stadt Brasiliens, lag südlich von Atibaia und die Bergbauregion nördlich davon, wodurch Atibaia auf halbem Weg zwischen diesen beiden wichtigen Punkten lag.
Im Laufe der Zeit wurde Atibaia sehr wichtig. Sogar der König von Portugal, D. João VI, besuchte die kleine Stadt. Viele berühmte Künstler lebten oder besuchten Atibaia, wie Benedito Calixto, ein berühmter Kirchenfreskenmaler. Die Stadt rühmt sich zweier seiner Gemälde. Auch Alberto Santos-Dumont, der Vater der Luftfahrt, besuchte Atibaia.
Im April 1864 wurde Atibaia aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl offiziell in den Status einer Stadt erhoben.
Eine wichtige Durchgangsstraße, die die Stadt teilt, heißt jetzt Avenida Jerônimo de Camargo.
Die korrekte Bezeichnung für die Ureinwohner ist „atibaiano“; „atibaiense“ ist die Nominierung für diejenigen, die dort leben, aber nicht in der Stadt geboren wurden. |